KI als Katalysator, nicht als Rotstift

Gut möglich, dass wir falschliegen, wenn wir bei der Arbeit mit künstlicher Intelligenz zuerst an Einsparungen denken.

Vielleicht geht es gar nicht darum, mit KI weniger Zeit aufzuwenden, weniger Menschen zu beschäftigen oder weniger Budget einzusetzen, sondern vielmehr darum, mit künstlicher Intelligenz und den vorhandenen Ressourcen besser, kreativer, effizienter, produktiver, umfangreicher, spielerischer, präziser, mutiger und vernetzter zu arbeiten als je zuvor.

Die Diskussionen drehen sich – verständlicherweise – um Kreativitäts- und Jobverlust, diffuse Existenzängste und ein seltsam ungutes Zukunftsgefühl. Der Twist wäre, dass es dabei nicht (zwingend) um Rationalisierung und Ressourceneinsparungen, sondern womöglich viel eher um die Erweiterung des kreativen und produktiven Spielraums geht.

Algorithmen schreiben Texte, kreieren Bilder und Filme, komponieren und arrangieren Musik, programmieren einfache Apps. Das (und nicht nur das) ist längst Alltagsrealität in unserer Branche. Nur ist diese Realität womöglich falsch bewertet, wenn wir sie einzig durch die Brille von Effizienz und Produktivität betrachten.

Denn was KI eben auch bietet, ist ein Resonanzraum: Der kreative Prozess besteht aus Umwegen, Sackgassen, Wutausbrüchen, Tränen, Euphorie, Langeweile, Diskussionen, Stillstand, Leere … – und dann: Glück, Magie, Staunen und diesem einen Moment, in dem ganz plötzlich alles einen Sinn ergibt.

Wenn wir den Gedanken weiterspinnen und aufhören, über Einsparpotenziale zu reden, um stattdessen über Potenzialausschöpfung nachzudenken, verändert sich der Blick. Und der lässt das Schiff zu Neuem auslaufen und nicht im Altbekannten kentern.

KI macht nicht weniger nötig, sondern mehr möglich – so war’s gedacht, nicht andersrum!

Die Menschmaschine

Digitale Kommunikation ist heute schneller, effizienter, datengetriebener – und manchmal nerviger – denn je: Künstliche Intelligenz formuliert Texte, sortiert Anfragen und steuert Kampagnen, und dies nicht nur unfassbar viel schneller, sondern oftmals (bereits) besser als unsereins.

Aber ist das «nur gut»?

Viele Benutzerinnen und Anwender spüren intuitiv, wenn etwas zu makellos, zu perfekt, zu aalglatt daherkommt.

Aber dies ist in der Tat nicht das grösste Problem: Denn dass viele nicht bereit sind, Inhalte zu konsumieren, die rein und einzig durch künstliche Intelligenz erstellt worden sind, ist bekannt.

Sie erwarten von Unternehmen, Beratern, Projektmanagerinnen oder Assistenten eine persönliche Note oder eine E-Mail, die den Tag spüren lässt, die das eben erlebte schwierige Meeting erwähnt und sich vielleicht bestenfalls (!) gar mit einem Tippfehler zeigt.

Hierbei geht’s um viel mehr als um einen Spleen – es geht um Wertschätzung und um Haltung.

Denn dass wir uns bei Telekommunikationsanbietern von Robotern durch die Warteschleife lotsen lassen, ist das eine.

Aber will eine Kundin vom Baustellenchef eine KI-formulierte Bestandsaufnahme erhalten, wenn ihr Lebenswerk, ihr lang ersehntes Eigenheim, gebaut wird?

Die (provokativ formulierte) Frage ist: Wann geht (oder ging?) der Mensch in der Kommunikation verloren – und wie bringen Unternehmen trotz aller Technologie die Einzigartigkeit des menschlichen Austausches wieder ins Spiel?

Erinnern Sie sich?

Wertschätzung ist das magische Wort.

Digitale Nähe – was für ein wunderbarer Widerspruch! – entsteht nicht durch perfekte Algorithmen, sondern durch glaubwürdige Botschaften und echte Persönlichkeiten, die miteinander in Austausch treten.

Ist Technologie damit ein Feind? Nein – denn eine Mechanikerin ohne Schraubschlüssel und ein Pfleger ohne Medikamentenliste können ihren Job nach heutigen Standards nicht ausführen.

Und zukünftig gilt weiterhin im Kundenkontakt und Beratungsjob die Devise: Besser Mensch als Maschine und noch besser Mensch mit Maschine.

Das Agentur-sorglos-Paket

Ein komisches Wort – aber streng genommen ist die Überschrift eine prima Umschreibung dessen, was eine gute Webagentur ausmacht.

Im Mittelpunkt eines solchen Rundumservices stehen die Sicherheit der Applikationen, Webservices, Schnittstellen, Kompatibilitäten, Backups und der Konzeptvalidität (um nur wenige Stichworte aufzulisten).

Dabei geht’s nicht einzig um die Sicherheit gegen Angriffe, sondern um die Verlässlichkeit und Stabilität der Services über die Zeit hinweg und um ein Gesamtkonzept hinsichtlich der Zielerreichungen.

Zudem ist der Zukunftsblick Teil eines Sorglos-Paketes – dann nämlich, wenn die Agentur nicht nur für den Ist-Zustand verantwortlich zeichnet, sondern gleichzeitig das Verbesserungs- und Innovationspotenzial im Auge behält und es partnerschaftlich vorantreibt.

Dass auch das Thema der Benutzerfreundlichkeit in dieses Paket gehört, mag erstaunen: Aber wenn eine Website ihre Besucherinnen erfolgreich und intuitiv durch die Seiten und Applikationen surfen lassen möchte, dann sind klare Strukturen, ansprechendes Design und schnelle Ladezeiten ein Muss.

Zudem fokussieren sich Benutzerfreundlichkeitsexperten (die Wortlänge steht im Widerspruch zur Bedeutung!) zusätzlich auf die Barrierefreiheit, deren Konzepte nicht «nur» allen Menschen den Informationszugang ermöglichen, sondern eben langfristige Verfügbarkeit und Stabilität für jedwedes System sicherstellen.

Die Webwelt ist komplex, und mit dem Siegeszug der künstlichen Intelligenz sowie anderer hochspannender Technologien wird sie vieles, aber nicht einfacher.

Dass sich die Kooperation mit Agenturen verändert, liegt auf der Hand und ist nichts Neues.

Veränderung liegt in der DNA einer Agentur, denn das gehört definitiv zum Sorglos-Paket: heute schon für morgen vorbereitet sein!