Etwas «einfach» zu machen, ist keine Reduktion, sondern eine Haltung. Einfachheit entsteht nicht aus Bequemlichkeit, sondern aus einer bewussten Entscheidung, Gelassenheit walten und Ruhe zuzulassen – das gilt für alle Stilmittel und Inhalte digitaler Räume: Optik, Design, Text, Bilder, Navigationselemente etc.
Die besten digitalen Auftritte wirken ganz selbstverständlich: Nichts drängt sich auf, nichts muss erklärt werden. Interessanterweise schaffen gerade solche «einfachen» Auftritte schnell Vertrauen – wie ein ruhiger Handschlag zwischen Menschen.
Im Design Weissraum einzusetzen, braucht Mut. Wir Menschen «füllen» gerne. Doch genau dieses Füllen verwässert einen Auftritt: Je mehr Elemente vorhanden sind, desto weniger kann jedes einzelne wirken. Leerraum schafft optische Ruhe. Zieht sich diese Ruhe konsequent durch alle Seiten, spricht man von Konsistenz: gleiche Abstände, vertraute Muster, wiederkehrende Farben und Formen. All das schafft – ganz unterbewusst – Orientierung.
Gute Gestaltung überrascht nicht, sie bestätigt.
Wenn dann auch noch die Sprache dem Grundsatz der Einfachheit folgt, wird das Prinzip vollständig erlebbar: Kurze, klare, verständliche Sätze werden zu einem Stilmittel – und ein Text damit zur Botschaft.
Einfachheit ist kein ästhetisches Ideal, sondern ein strategischer Eckpfeiler. Dazu aber braucht es eine klare Strategie und ein grundlegendes Konzept, auf dessen Basis Entscheidungen getroffen werden können, die nicht nur im Design, sondern in der gesamten Customer Journey zum Tragen kommen.
Wer digitale Räume gestaltet, entscheidet zugleich darüber, wie Menschen sich darin bewegen, was sie verstehen, wie sie handeln und was sie von der Marke mitnehmen.
Ganz einfach!
