Einfach falsch

.eedI efood hcilmeiz enie tsi ,neplütsrebü uz modnoK sad xeS med hcaN

Nein, das ist kein Fehler im ersten Absatz. Es beschreibt ganz gut, wie einige Unternehmen bei der Erstellung neuer Websites oder beim Redesign bestehender Internetpräsenzen vorgehen: Sie beginnen von hinten.

Nun kann «von hinten» beginnen durchaus eine Erzählform eines preisverdächtigen Romans oder einer dadaistischen Geschichte aus Zürich sein. Für optimal erstellte Websites, die nicht nur gut gefunden werden, sondern auch Freude am Inhalt machen sollen (weil die Texte einfach «geil» geschrieben oder die Bilder perfekt «geshootet» sind – wie die jüngere Marketinggeneration an dieser Stelle schreiben würde), sollte man der Reihe nach vorgehen.

Wenn man beispielsweise einer seriösen Web-Agentur – wie mir kürzlich zugetragen wurde – ein Manuskript aller Website-Texte vorlegt und ein paar Tage später eine Stichwortliste nachliefert, mit der die Website «bitte gefunden werden soll», wird’s insofern dann schwierig, wenn die Manuskripte nicht ansatzweise den Grundregeln optimaler Website-Texte entsprechen. Vollends absurd wird’s aber, wenn der Kunde einer Überarbeitung der Manuskripte nicht zustimmt: Man soll die Auffindbarkeit bitte «einfach» anders lösen.

Versagt hat auf Agenturseite der Kundenberater, der es verpasst hat, die konzeptionellen Zusammenhänge zu erklären bzw. auf die technischen Abhängigkeiten hinzuweisen. Gleichzeitig würde es aber manchem Marketingverantwortlichen auf Kundenseite gut tun, auf die Erfahrungswerte von Profis zu vertrauen und nicht so – Achtung: Kraftwort! – verflucht beratungsresistent zu sein.

Es ist nun mal so: Nach dem Sex das Kondom zu überstülpen, ist eine ziemlich doofe Idee.

In eigener Sache.

Ab Mitte August werden Gastautoren monatlich Beiträge auf dem Blog veröffentlichen.

So viel darf bereits heute verraten werden: Es werden ziemlich pointierte und messerscharfe Analysen von Textern, Geschäftsführern, Strategen, Markenspezialisten und Querdenkern aus der Schweiz und Deutschland darauf zu finden sein.

Den Anfang macht Rainer Kunst – seines Zeichen stolzer Familienpapa, Unternehmer, CEO, Marathonläufer und ehemaliger Hardrockband-Manager – per Mitte August 2016.

Am besten Sie melden sich sogleich für den Newsletter an und verpassen keine Beiträge mehr in Zukunft. 😉

Wörd-Dings.

«Wordpress ist super, weil es alle benützen, weil es super funktioniert, weil es einfach zu installieren ist, weil es fünfhundert Millionen Designs und 18 Milliarden Erweiterungen (Plugins) gibt, weil es alle einsetzen und weil es darum gut sein muss und uns ist klar, dass es nicht nur super ist, aber weil es alle benützen, wollen wir es auch…»

Und damit beisst sich die Schlange in den Schwanz.

Das als Frage eingeleitete, aber ohne Willen zur Anhörung von Gegenargumenten geführte Gespräch, beendet mein Geschäftspartner gerne mit einem «Ja, dann.».

Wir stellen Fragen und möchten Bedürfnisse verstehen. Da wir tagtäglich mit Internettechnologien arbeiten, haben wir einiges an Fach- und Hintergrundwissen: WordPress ist a) nicht immer die beste Lösung und b) ist es meistens nicht für normale Unternehmensseiten. 😉

Neben WordPress gibt es dutzende, wenn nicht hunderte von leicht verständlichen Redaktionssystemen für allerlei Zwecke und Ausgangslagen.

Open-Source-Projekte lösen viele Probleme und teils entsteht dabei mächtige Software – das steht ausser Frage. Aber nur weil man sie ohne Mühe und kostenlos aus dem Netz beziehen kann, sind sie noch lange nicht einfach zu handhaben oder gar gratis, was Installation, Pflege und langfristige Wartung betrifft.

Es ist falsch, von einem System auszugehen und darauf die Kausalkette aufzubauen. Richtig ist es, die Bedürfnisse und die Anforderungen an die Website zu definieren und anschliessend ein dafür geeignetes Redaktionssystem zu finden: Professionelle Web-Agenturen bieten – neben einer unabhängigen und sachlichen Beratung – zudem eigene CMS-Lösungen, die in Sachen Benutzerfreundlichkeit, Sicherheit, Stabilität und Kosten vielen Open-Source-Softwares haushoch überlegen sind.

Sich vorurteilsfrei beraten zu lassen, ist Pflicht.